Christian Herter
Maler*innen-Köder
Der Maler*innen-Köder ist ein oval förmiges, dreidimensionales, farbiges Objekt. Es hängt an einem langen Seil aus dem Atelierhaus. Die überwiegend schillernden Farbtöne entsprechen jenen von Fischködern, wie sie beim Angeln in der Reuss auf z. B. Forellen, Barsche und Hechte verwendet werden.
Der Titel und die Gestaltung des Objekts kann als mehrdeutig gesehen werden: Wie ein Köder Fische anlockt, so könnte die Installation darauf verweisen, wie Kunst potenzielle „Beute“ anzieht – seien es Betrachter:innen, Sammler:innen oder Inspirationen.
Die Verbindung zwischen dem Atelierhaus, dem Fluss und dem „Köder“ in der Luft wirft Fragen nach der Rolle von Kunst in einem größeren Netzwerk auf: Ist das Kunstwerk ein Mittel zur Verführung? Ein Signal nach aussen oder ein kritischer Kommentar zur Kunstszene, in der Künstler:innen sich „verkaufsfähig“ machen müssen, um wahrgenommen zu werden?
Wann ist ein Fisch an der Angel?
Materialien
Styropor, Acrylgrundierung, metallische Acrylfarbe, Kunststoffseil, Metallhacken
