Michaela Schmid
OM
Die Installation „OM“ setzt zwei präzise geometrische Formen an die Fassade unseres Nachbarhauses an der Reuss – an einem Ort, der von ständiger Bewegung geprägt ist: fliessendes Wasser, Verkehr, Baustellen.
Inmitten dieser Dynamik bildet die Arbeit einen Gegenpol. Die aus Kunstharz gegossenen Formen erscheinen als stille Intervention – als Verdichtung von Aufmerksamkeit in einem Umfeld, das kaum zur Ruhe kommt.
Was bedeutet Ruhe im öffentlichen Raum?
Entsteht sie im Ort – oder erst in der Wahrnehmung?
Wie verändert sich unser Verständnis von Innehalten angesichts von Transit, Wachstum und baulicher Transformation? Wann wird ein Durchgangsort zu einem Ort der Präsenz?
„OM“ schafft keinen Rückzugsort. Vielmehr verschiebt die Installation die Wahrnehmung: hin zu einem kurzen Moment der Sammlung im kontinuierlichen Fluss.
Material: Pigmente und Kunstharz auf MDF
