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Regula Bühler-Schlatter

Erfrischung für Fische – eine ortsspezifische Performance von Regula Bühler-Schlatter


Der Blick aus meinen Atelierfenstern fällt direkt auf die Reuss. Während Arbeitspausen lasse ich meine Augen über das fliessende Wasser schweifen, im Sommer schwimme ich fast täglich darin.


Als am gegenüberliegenden Ufer im Frühjahr 2024 eine Halbinsel als Bauplatz für die SBB aufgeschüttet wurde, regte sich zunächst Ärger, der jedoch bald meiner Faszination und Bewunderung für das Geschehen wich: Was als akustische Störung begann, zeigte sich als bewegtes Bild. Bagger und Kipplaster arbeiteten einander mit höchster Präzision zu, in beinahe choreografierter Bewegung.


Nun wurde die Baustelle am 24. April 2026 zur Bühne einer Performance:

Diese zollt einerseits den Angestellten von Baufirmen grossen Respekt, die bei jedem Wetter ihren anspruchsvollen Job ausführen und damit zentrale Infrastrukturen für unseren Alltag schaffen. Andererseits stehen die Fische im Mittelpunkt, die zunehmend unter steigenden Wassertemperaturen leiden. Zwei Eisblöcke, von einem Bagger herangeführt und am Flussufer platziert, bringen symbolisch ein Moment der temporären Abkühlung ins Fliessgewässer, während der Bagger Lärm und Abgase erzeugt.


Das Projekt verbindet ökologische Fragestellungen mit einer poetischen Geste und führt uns Ambivalenzen vor Augen, die es auszuhalten gilt.  

 

An der Trompete:       Sebastian Rosenberg

Am Bagger:                Zenel Halili

Im Fluss:                     Fische

Am Ufer:                     zwei Eisblöcke

 

Ich selbst übernehme die Inszenierung und die Rolle der Inspizientin, während der Fluss weiterfliesst.

Foto: Peter Diem
Foto: Peter Diem

Foto: Peter Diem
Foto: Peter Diem
Foto: Peter Diem
Foto: Peter Diem

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