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Regula Bühler-Schlatter

Erfrischung für Fische – eine ortsspezifische Performance


Der Blick aus meinen Atelierfenstern fällt direkt auf die Reuss. Während Arbeitspausen lasse ich meine Augen über das fliessende Wasser schweifen, im Sommer schwimme ich fast täglich darin.


Als am gegenüberliegenden Ufer im Frühjahr 2024 eine Halbinsel als Bauplatz für die SBB aufgeschüttet wurde, regte sich zunächst Ärger, der jedoch bald meiner Faszination und Bewunderung für das Geschehen wich: Was als akustische Störung begann, zeigte sich als bewegtes Bild. Bagger und Kipplaster arbeiteten einander präzise zu, in beinahe choreografierter Bewegung.


Nun wird die Baustelle zur Bühne einer Performance: Hauptakteure sind ein Baggerführer mit seinem Bagger sowie die Fische im Fluss, die zunehmend unter steigenden Wassertemperaturen leiden. Ich selbst übernehme die Inszenierung und die Rolle der Inspizientin.


Das Projekt verbindet ökologische Fragestellungen mit einer poetischen Geste: Eine temporäre Intervention bringt ein Moment der symbolischen Abkühlung ins Fliessgewässer.


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